Aktuelle Corona-Information vom 16. Juli 2020

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner,

sehr geehrte Zu- und Angehörige,

wie gewohnt möchte ich Ihnen berichten, wie es um den Stand der Dinge in Sachen „Corona-Virus“ bestellt ist.

Am heutigen Tag haben die abschließenden Testungen bei den betroffenen Bewohnern stattgefunden. Wenngleich auch am vergangenen Freitag alle Tests negativ waren, so musste doch mit zeitlichem Versatz ein weiterer Test die Infektionsfreiheit bestätigten.

Und erfreulich – und vielleicht auch erwartbar: Auch diese Tests waren alle negativ.

Zudem haben wir auf unsere Kosten auch alle Mitarbeiter noch einmal und abschließend testen lassen, die Kontakt zu den vermeindlich infizierten Bewohnern hatten. Auch diese Tests sind durchweg negativ.

Somit steht fest: Nach zwei aufregenden und sorgenvollen Wochen sind alle Bewohner und Mitarbeiter negativ – und das ist positiv. Eine Bewohnerin muss noch für ein paar Tage in Quarantäne verbleiben.

Mit diesen Ergebnissen können wir den Isolierbereich wieder auflösen und die betroffenen Bewohner wieder in die angestammten Zimmer umziehen lassen. Das bringt nochmals etwas Unruhe – aber diesmal mit einem guten Ausgang.

Ich darf mich bei Ihnen allen – ganz besonders bei den betroffenen Bewohner und Angehörigen – auf das Herzlichste bedanken. In diesem Dank möchte ich natürlich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbeziehen, aber auch die vielen ehrenamtlichen Helfer des DRK, die die großen Testungen durchgeführt haben, sowie die Mitarbeiter im Krisenstab des Gesundheitsamtes im Kreis Steinfurt.

Wir hoffen, dass dies die letzte Coronakrise war und sein wird. Wir alle sehnen uns danach …

einmal wieder ohne Sorge zu sein.

einmal unbekümmert zu sein.

einmal planlos sein zu dürfen.

einmal wieder normal sein können.

einmal ohne Mundschutz miteinander sprechen zu dürfen.

einmal alltäglich sein zu können.

einmal unbeschwert zu sein.

auch mal verrückt sein zu dürfen.

einmal einfach beisammen sein zu dürfen.

einmal wieder gemeinsam beten und singen zu können.

einmal wieder frei zu sein.

… und nicht nur einmal – gerne auch immer wieder!

Das alles hat eine andere Bedeutung und ein anderes Gewicht bekommen – weil es fehlt. Ich denke, es geht Ihnen und allen ebenso.

Wir werden und müssen weiterhin sorgsam und wachsam sein. Und dennoch haben wir uns im Leitungsteam am gestrigen Tag entschieden, ab der kommenden Woche intern einige Lockerungen einzuleiten.

Die Mitarbeiter der Küche werden wieder in die Wohnbereiche gehen, um am Büffet das Mittagessen zu servieren. Damit bekommen die Kollegen auch wieder eine unmittelbare Rückmeldung zum Essen und zu Essenswünschen.

Die Veranstaltungen werden in Teilen wiederbeleben – immer mit den Abstandsgeboten. Ab der kommenden Woche möchten wir – sofern das Wetter mitspielt – im Garten ein kleines Grillfest ausrichten. Zwar müssen die Wohnbereiche alle getrennt voneinander sitzen, aber dennoch können wir beisammen sein.

Wir planen die Rückkehr der Klinikclowns und der Musiktherapeutin.

Ich werde mit den katholischen und evangelischen Seelsorgern in der kommenden Woche über mögliche Gottesdienstgestaltungen sprechen wollen.

Denn so kann es ja dauerhaft nicht weitergehen.

Dass Sie als Angehörige wieder regelmäßig im Haus sind, ist eine große Entlastung für alle – das berichten mir auch und besonders die Kollegen aus der Pflege. Danke, dass Sie sich durchweg den Besucherregelungen verpflichtet fühlen. Manchmal hat man das Gefühl, es ist fast schon normal: Die Anmeldung, das Screening, die Temperaturmessung. Und doch beschleicht einen die Gewissheit, dass es total bekloppt ist – aber eben auch notwendig.

Freundliche Grüße

Einrichtungsleitung

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