Aktuelle Corona-Situation – Stand 06./07. April 2020

Die gute Nachricht zuvor: Die Zahl der erkrankten Bewohner hat sich derzeit noch nicht erhöht. Wir erwarten jedoch noch einige Diagnose-Ergebnisse. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns seit dem ersten Erkrankten in der vergangenen Woche immer noch im kritischen Zeitfenster bewegen.

Bei den Mitarbeitern hat sich die Zahl der Erkrankten um einen Mitarbeiter erhöht. Derzeit befinden sich somit zwei Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne. Wir wünschen den Kollegen an dieser Stelle eine alsbaldige und erfolgreiche Genesung

Es gibt immer wieder Zeichen der Ermutigungen – und eben auch Rückschläge. Aber unsere Kolleginnen und Kollegen gehen jeden Tag mit Zuversicht und Hoffnung in den Dienst.

Die allgemeine Stimmung im Haus ist weiterhin gut. Wir erleben nach wie vor sehr geduldige und verständnisvolle Bewohnerinnen und Bewohner. Dies alles ist ein großer Rückhalt für die Mitarbeiter.

Es ist für alle eine schwere Zeit. Unsere Gedanken sind in erster Linie bei den Bewohnern und Angehörigen. Wir wissen, dass Sie alle an dieser Situation leiden – schon seit Wochen. Neben der eigentlichen Erkrankung ist dies wohl die schlimmste Nebenwirkung – dass Sie als Angehörige und die Bewohner sich nicht einander begegnen können. Wir denken an Sie alle und bitten weiterhin um das Vertrauen, dass wir Ihre angehörigen Bewohner gut und gewissenhaft betreuen, pflegen und versorgen. Natürlich immer mit dem Wissen, dass Sie alle mit Geld und guten Worten nicht zu ersetzen sind. Wir ziehen den Hut vor Ihrer Geduld und Leidensfähigkeit.

Wir haben nun – so hoffen wir – die Möglichkeit geschaffen, dass Sie Ihren angehörigen Bewohnern nun per Mail Grüße senden können. Jeder Wohnbereich hat nun ein eigenes Tablett und kann direkt Ihre Mail empfangen. Sie können Bilder und Fotos schicken, aber auch kurze Videoclips. Wir haben heute versuchsweise damit begonnen. Nur hier und da klemmt es noch ein wenig mit der Technik – oder mit den Anwendern (:-)

Nachfolgend möchte ich Ihnen die Mailadressen nennen:

Wohnbereich 1                 BewohnerWB1@haus-st-benedikt.de

Wohnbereich 2n:              BewohnerWB2n@haus-st-benedikt.de

Wohnbereich 2a               BewohnerWB2a@haus-st-benedikt.de

Wohnbereich 3                 BewohnerWB3@haus-st-benedikt.de

Wichtig:

·        Nennen Sie in der Betreffzeile bitte unbedingt den Bewohnernamen, damit wir die Mail

         gut zuordnen können.

·        Es wäre gut, wenn pro Tag nicht mehr als eine Mail pro Bewohner eingeht, damit wir dies

         alles auch gut organisieren können. Bitte sprechen Sie sich daher in Ihren Familien ab.

·        Und: Haben Sie ein wenig Geduld mit unseren technischen Fähigkeiten. Wir bemühen

          uns sehr, uns innerhalb kurzer Zeit hiermit vertraut zu machen.

Ich möchte Ihnen noch kurz den Begriff der Quarantäne erläutern, wenn diese für eine Einrichtung wie das Haus St. Benedikt verhängt wird.

Beide Häuser haben 164 Mitarbeiter. Alle Mitarbeiter haben private Kontakte und nehmen am gesellschaftlichen Leben teil. Und alle Mitarbeiter sind –wie Sie sicher auch – sehr sensibilisiert im Umgang mit den Kontaktregeln und Hygieneanforderung im Zuge der Corona-Pandemie. Trotzdem besteht die Gefahr, dass viele Mitarbeiter auch viel Risiko bedeuten. Daher soll ein Teil der Mitarbeiter – ohne bisherige soziale Kontakte – in eine außerhäusliche Quarantäne gehen, um hierdurch möglich Infektionswege zu minimieren. Die Quarantäne gesunder Mitarbeiter in Hotels bedeutet, die Bewohner zu schützen. Und ich möchte es in Zahlen deutlich machen. Derzeit sind von 164 Mitarbeitern zwei Kollegen am Corona-Virus erkrankt.

Wir erfahren in den vergangenen Tagen, dass Menschen und auch Medien der Meinung sind, die Mitarbeiter seien in Hotels einquartiert, weil sie infiziert oder erkrankt sind. Das ist Quatsch. Ganz im Gegenteil: Sie sind in Hotels, weil Sie gesund sind und sich um die Gesunderhaltung der Bewohner kümmern.

Es wäre bedauerlich, wenn sich aus falsch verstandener Angst in Volkes Meinung der Eindruck verfestigt, dass unseren Mitarbeiter „verseucht“ seien. Wenn Sie diesen Gerüchten begegnen, tragen Sie bitte gerne zu Entkräftung bei. Vielen Dank.

 Trotz aller Widrigkeiten bereiten wir uns nun auf Ostern vor. Wir möchten Ihren Angehörigen im Rahmen der Möglichkeiten ein schönes Osterfest bereiten. Die Fa. Coppenrath & Wiese hat durch eine großzügige Kuchenspende hierzu bereits beigetragen. Wir freuen uns auch schon auf die netten Geschenke der Hospizgruppe Raphael und der Kolpingsfamilie Recke.

Wir freuen uns, an Ostern das Fest der Auferstehung und des Lebens zu feiern. Wir freuen uns auf die Zusage Gottes.

Ich bin gekommen, damit ihr das Leben habt, und es in Fülle habt.

Herzliche Grüße  an alle, die an die Bewohner und uns denken. Ich danke für die Geduld, diesen langen Bericht zu lesen.

 Andreas Plietker

-Einrichtungsleiter-

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