Aktuelle Corona-Situation – Stand 09.u. 10. April 2020

Nach einigen Tagen hoffnungsvoller Anzeigen hat uns heute die Nachricht ereilt, dass eine Bewohnerin aus dem Haus St. Benedikt am Corona-Virus verstorben ist. Unsere Gedanken sind bei der Verstorbenen und bei der Familie. In Namen der Kolleginninnen und Kollegen im Haus St. Benedikt und im Namen von Pfarrer Heukamp sprechen wir den Hinterbliebenen unsere Anteilnahme und unser Beileid aus. Es ist damit genau der Fall eingetreten, den wir mit intensivsten Bemühungen, Planungen und Vorbereitungen versucht haben, zu vermeiden. Und es bleibt damit ein Gefühl des Scheiterns.

Wir möchten uns als Dienstgemeinschaft ganz herzlich bei den Kolleginnen und Kollegen im Klinikum Ibbenbüren für Ihr Engagement bedanken.

Derzeit sind 13 Bewohner erkrankt. Eine Bewohnerin befindet sich noch im Krankenhaus. Den Erkrankten im Haus St. Benedikt geht es derzeit gut. Auch freuen wir uns darüber, dass die ersten betroffenen Bewohner seit Tagen keine Symptome zeigen. Daraus schöpfen wir derzeit viel Kraft, Hoffnung und Zuversicht.

Wir erhalten täglich sehr viele Geschenke für die Bewohner und Mitarbeiter. Von Präsentkörben über Süssigkeiten und aller Nützliches sind es besonders die vielen netten Worte und Gesten, die uns berühren. Wir wissen derzeit gar nicht mehr, bei wem wir uns im Einzelnen bedanken müssen und dürfen. Daher möchte ich dies an dieser Stelle deutlich sagen: Herzlichen Dank für alle netten Grüße, Worte und Gedanken. Ich denke, dass wir nach der Krise die Zeit finden, jedem und jeder einzeln Dank sagen zu können.

Heute ist der siebte Tag. Dies bedeutet, dass die erste Gruppe von Mitarbeitern nach sieben Tagen Dienst mit 12-Stunden-Schichten zurück nach Hause geht. Es freut uns sehr, dass nun die verdiente Erholung winkt. Dank sagen möchten wir auch den Familien der Mitarbeiter – hinter jedem starken Mitarbeiter steht ein starkes Team.

Wir haben heute in den Wohnbereichen jeweils eine Karfreitagsandacht gefeiert. Bei offenen Türen in den Fluren konnten die Bewohnerinnen und Bewohner daran teilnehmen. Und wir werden – bei allen Einschränkungen – bemüht sein, auch das Osterfest gebührend zu feiern. Wir wissen aber auch, dass Ihre Besuche mit nichts zu ersetzen sind. Die Bewohner – aber auch wir – sind in Gedanken bei Ihnen.

 Nach den ersten sieben Tagen mit tollen Mitarbeitern und einer bewundernswerten Moral und einem guten Teamzusammenhalt werden wir morgen das nächste Team begrüßen, das dann wiederum sieben Tag die Betreuung und Pflege übernehmen. Bei allen Umständen freue ich mich auf die nächste Truppe.

Wir sagen an dieser Stelle ganz herzlichen Dank dem Hotel Gronheid in Steinbeck und dem Hotel Mutter Bahr in Uffeln für die gute, nette und zuvorkommende Inobhutnahme und für die tolle Verpflegung unserer Mitarbeiter.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals ausdrücklich Bezug nehmen auf das St. Josefshaus in Halverde. Neben dem Besuchsverbot verzeichnen wird dort keine erkrankten Bewohner und Mitarbeiter. Und besonders freue ich mich, dass Pfarrer Peter von Briel aus Halverde und unser Hausgeistlicher Pfarrer Werner Heukamp Ostern einen Gottesdienst mit den Bewohnern feiern. Weil ja das Kontaktverbot auch für Besucher gilt, wird die Messe aus dem Innenhof gelesen und die Bewohner können durch die Fenster dem Gottesdienst geschehen folgen. Es zeigt sich also: Gottes Geist weht, wie er will!

Vielen Dank dem Seelsorgeteam hierfür.

Herzliche Grüße  an alle, die an die Bewohner und uns denken.

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