Aktuelle Corona-Situation – Stand 11. u. 12. April 2020

Vorab – auch in diesen seltsamen Zeiten – darf ich Ihnen dennoch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen ein frohes und gesegnetes Osterfest wünschen.

Auch wenn diese Zeit alles, was soziale Beziehungen ausmacht – auf den Kopf stellt. Es bleibt und ist das Fest des Lebens über den Tod. Es ist und bleibt das Fest der Auferstehung – in Jedem und für Jeden – jeden Tag – auch in den kleinen Zeichen und Handlungen des Alltags und des Lebens.

Papst Franzisikus sprach von den Heiligen dieser Zeit und hat dies auf die Corona-Krise und auf die für die öffentliche Ordnung und pflegerischer Versorgung wichtigen Berufe bezogen – als Gottes Dienst am Nächsten.

Mir liegen derzeit kathedrale Erhöhungen fern – wir machen in diesen Tagen einen inflationären Gebrauch davon.

Der Dienst Gottes beginnt bei dem Verständnis der Angehörigen unserer Bewohnerinnen und Bewohner: Für die Einsicht in die Notwendigkeit des Besuchsverbotes und für den Beistand in dieser für alle schwierigen Zeit. Wir erleben Sie hier als starken Rückhalt und Partner. Vielen Dank.

Der Dienst Gottes beginnt bei der Geduld und Freundlichkeit, die die Bewohnerinnen und Bewohner derzeit in den Zeiten der Zimmerquaratäne an den Tag legen. Hier erleben wir die Bewohner als starken Rückhalt und Verbündete. Auch hierfür unsere Anerkennung und unseren Dank.

Der Dienst Gottes beginnt bei den vielen wirksamen Bemühungen, den Kontakt zu den Mitmenschen außerhalb des Hauses aufrecht zu erhalten. Und wenn Sie in den kommenden Tagen am Haus vorbeikommen, dann sehen Sie in vielen Fenstern Bilder von Regenbögen. Diese haben Kinder für die Bewohner gemalt. Welch ein starkes Symbol! Der Regenbogen als Zeichen der Verbundenheit über alle Grenzen hinweg. Liebe Kinder – eine ganz tolle Aktion. Und hier ließe sich die Liste der Beispiele derzeit mit vielen weiteren Aktionen vervollständigen. Der Osterhase, der heute um das Haus unterwegs war. Das Schreiben eines Angehörigen an alle Bewohnerinnen und Bewohner mit Erzählungen zu den Osterbräuchen und –traditionen, verbunden mit den Beschreibungen über das Erwachen der Natur. Wie gesagt – es ließe sich noch vieles schreiben.  Vielen Dank an alle.

Der Dienst Gottes beginnt dort, wo Ärzte, Apotheken und Behörden uns und den Bewohnern zur Seite stehen. Wunderbar, dass Sie alle da sind.

Und: Der Dienst Gottes beginnt immer da, wo wir uns alle in unserer Wichtigkeit und Bedeutung nicht herausstellen und erhöhen, sondern gemeinsam am großen Ganzen arbeiten. Profilneurotiker gibt es schon genug in dieser Welt. Alle wirken gemeinsam – an ihren Orten und mit ihren Talenten. Vielen Dank an alle.

Und wenn diese Krise einmal vorüber ist, hoffe ich, dass wir dies alles nicht wieder vergessen.

Also:

In diesem Sinne feiern wir dieses Jahr Ostern.

Daher wünschen wir allen ein frohes und gesegnetes Osterfest und eine gute österliche Zeit.

Herzliche Grüße im Namen der Dienstgemeinschaft.

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