Aktuelle Corona-Information vom 10.06.2020

Aktuelle Corona-Information vom 10.06.2020

Ergänzung der Besucherregelung ab dem 15. Juni 2020

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner,

sehr geehrte Zu- und Angehörige,

wir spüren derzeit, dass bei allem Verständnis und bei aller Geduld mittlerweile doch die Ungeduld Einzug hält, ganz besonders bezogen auf die Besucherregelungen. Hierfür haben Sie unser vollstes Verständnis und danken nochmals für Ihre Kooperationsbereitschaft und Ihr Entgegenkommen in der zurückliegenden Zeit. Wir werden derzeit vermehrt gefragt nach Besuchsmöglichkeiten, die auch das Verlassen der Einrichtungen gestatten.

Mit der aktuellen Cornona-Schutzverordnung bleibt die Ihnen bekannte Besucherregelung vorerst und unverändert bestehen. Sie als Besucher können aber, sofern eine konsequente Trennung durch die Plexiglasscheibe unter Wahrung der Abstände erfolgt, im Gespräch auf den Mund-Nasenschutz verzichten. Wir merken derzeit, dass dies in der Kommunikation zu Schwierigkeiten führt. Wenn Sie aber weiterhin den Mund-Nasen-Schutz tragen möchten, begrüßen wir dies sehr. Bitte entfernen Sie den Mund-Nasen-Schutz erst dann, wenn alle Gesprächspartner ihren Platz eingenommen haben.

Mit den Lockerungsmaßnahmen anhand der aktuell gültigen CoronaSchutzVO vom 30.05.2020 wird Bewohnern in § 5 Abs. 7 das kurzfristige Verlassen der Einrichtung, auch in Begleitung von Angehörigen, die für Besuche entsprechend der Vorgaben der CoronaSchutzVO zugelassen sind, ermöglicht.

Die Verordnung spricht an dieser Stelle bewusst von zugelassenen Besuchern. Wir haben von dieser juristischen Begrifflichkeit in der Vergangenheit keinen Gebrauch gemacht, in dem wir nur bestimmte Zu- und Angehörige als Besucher zugelassen haben. Die Entscheidung hierüber maßen wir uns nicht an. Jeder Besucher ist in seiner individuellen Qualität bedeutsam. Wir sehen aber Probleme und weitere Infektionsrisiken durch auch das Verlassen der Einrichtungen mit allen An- und Zugehörigen.

Wir verstehen uns nach wie vor als Einrichtungen, in denen ein hohes Infektionsanfälligkeit (Verwundbarkeit/Verletzbarkeit) der uns schutzbefohlenen Bewohner besteht. Daher müssen bei zielgerichteten Kontakten außerhalb der Einrichtung besondere Schutzmaßnahmen auferlegt werden. Die Einrichtungsleitung kann im Ausnahmefall besondere Infektionsschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Verlassen der Einrichtung anordnen, wenn in dem Wohnangebot außergewöhnliche Infektionsrisiken bestehen oder eine besondere Vulnerabilität (Verwundbarkeit, Verletzbarkeit) der anderen dort lebenden Menschen dies erfordert (z.B. Erkrankungen innerhalb der Einrichtungen oder zunehmende Infiziertenzahlen in der Gemeinde).

In der derzeitigen Situation und mit den wesentlichen Veränderungen bzw. Aufhebung anderer Schutzmaßnamen (z.B. Öffnung der Kitas und Schulen) betrachten wir eine Zusammenkunft von Bewohnern und Angehörigen außerhalb der von uns speziell eingerichteten Besuchsmöglichkeiten als äußerst kritisch. Für diese Form des Kontaktes kann unsererseits und naturgemäß keine Empfehlung ausgesprochen werden. Außerhalb unserer Einrichtung ist eine Kontrolle der vorgegebenen Einhaltung von Schutzmaßnahmen nicht gegeben, daher kann folglich auch keine Verantwortung für eine mögliche Infektion übernommen werden.

Unter strengsten hygienischen Auflagen und Mühen sind wir nach wie vor – auch gemeinsam mit Ihnen – bemüht, die uns anvertrauten Menschen in den Häusern zu schützen. Hierzu gehört auch eine abgestimmte, gesetzeskonforme und nachvollziehbare vereinbarte Besuchssituation(z.B. über die Kontaktlisten und Hygienemaßnahmen). Mit dem Verlassen der Einrichtung in der Besuchssituation heben wir unsere Schutzmaßnahmen in Teilen auf.

Sofern Sie dennoch von der genannten Möglichkeit Gebrauch machen möchten, bitten wir Sie, sich im Vorfeld über die Terminvergabe mit den Mitarbeitern der Pforte abzustimmen und sich über notwendige Schutzmaßnahmen zu informieren. Hierzu zählt, dass Sie diese Information und die nachfolgenden Maßnahmen gelesen und verstanden haben und diese strikt und verantwortungsvoll beachten.

Wir können und möchten das Verlassen der Einrichtung nicht grundsätzlich untersagen, lediglich dringend dazu appellieren, bei zielgerichteten Kontakten außerhalb der Einrichtung das o. g. Verfahren aufgrund der Anfälligkeit der Risikogruppe einzuhalten. Grundsätzlich sind folgende Maßnahmen strikt zu beachten:

1. Der begleitete Besuch außerhalb der Einrichtung gilt als normaler Besuchstermin und muss – wie bisher auch – vereinbart werden. Wir bitten darum, dass bei Besuchen mit Verlassen der Einrichtung möglichst nur ein Besucher kommt.

§ 5 Abs. 7 sieht das kurzfristige Verlassen der Einrichtung vor. Von

Tagesausflügen, Besuchen, Reisen oder längeren Aufenthalten an belebten Plätzen raten wir dringend ab. Daher bitten wir um Einhaltung der Besuchszeiten pro Tag und Bewohner von 45 Minuten.

2. Ältere und/oder chronisch kranke Menschen haben ein deutlich erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und sollten sich daher besonders konsequent schützen bzw. geschützt werden. Wir empfehlen daher, die Sphäre der Einrichtung nicht zu verlassen bzw. sich in unmittelbarer Nähe der Einrichtung aufzuhalten.

3. Händeschütteln, Umarmungen und/oder Gesichtskontakte sind vollständig zu vermeiden.

4. Möglichst selten ins Gesicht fassen, insb. die Schleimhäute im Gesicht (Augen, Nase, Mund) nicht mit ungewaschenen Händen berühren.

5.Sicherheitsabstand zu anderen Personen halten (> 2 Meter).

6. Beim Husten und Niesen ist jederzeit zu beachten:

·        niemanden direkt anniesen oder anhusten

·        Bedeckung von Mund und Nase möglichst mit einem Einmalpapiertaschentuch

·        alternativ gegen den Oberarm niesen bzw. husten

·        unverzügliches Entsorgen des benutzten Taschentuches in einem Abfallbehälter mi

         Deckel

·        umgehendes Händewaschen

7. Atemschutzmasken bieten bei falscher Anwendung nur wenig Schutz und vermitteln ein falsches Sicherheitsgefühl. Dennoch empfehlen wir das durchgängige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, grundsätzlich jedoch bei nicht möglicher Einhaltung des Mindestabstandes.

8. Häufigeres Händewaschen bzw. Desinfizieren der Hände:

·        insb. vor Nahrungsaufnahme, beim Betreten und Verlassen unserer Einrichtung und

         anderer öffentlicher Gebäude, nach der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, nach dem

         Toilettengang und bei sichtbar verschmutzten Händen

9. Jeder Besucher hat sich wahrheitsgemäß einem Screening (standardisierter Fragebogen) zu unterziehen. Bei Krankheitserscheinungen sollte ein Kontakt grundsätzlich vermieden werden.

Jeder Besuch muss weiterhin zur Nachverfolgung einer möglichen Infektionskette registriert werden (Name, Datum des Besuches, besuchte Bewohnerin / besuchter Bewohner). Auf Anforderung sind diese Unterlagen durch uns den entsprechenden Behörden zu übergeben.

Wir möchten darauf hinweisen, dass jeder Kontakt mit einem großen Risiko verbunden ist und einen Krankheitsausbruch bei der besuchten Person oder in der Einrichtung zur Folge haben könnte. Diese Ergänzung der Besucherregelung gilt ab dem 15.06.2020

Wir bitten weiterhin um Nachsicht, wenn in den kommenden Tagen und Wochen noch nicht alle individuellen Wünsche und Bedürfnisse erfüllt werden können und empfehlen ausdrücklich, bei einem gewünschten persönlichen Kontakt die Besuchsmöglichkeiten der Einrichtung zu nutzen.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und Kooperationsbereitschaft.

Bleiben Sie weiter gesund!

Freundliche Grüße

Einrichtungsleitung

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